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SPD Otterstadt

SPD-Anträge zur Friedhofserweiterung

Anträge zur Friedhofserweiterung

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Zimmermann,
Sehr geehrte Frau Beigeordnete Reichert,

die Friedhofserweiterung ist seit vielen Jahren Thema des Otterstädter Gemeinderats. Nach anfänglichen starken Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten wird nun endlich fraktionsübergreifend versucht dieses Thema zielorientiert zu bearbeiten. Dies begrüßt die SPD-Fraktion sehr, mit der Hoffnung auf weitere konstruktive Zusammenarbeit.
Nun wurden im Spätjahr 2016 die Bäume für die Friedhofserweiterung gepflanzt. Die SPD-Fraktion hat sich daraufhin mit der weiteren Gestaltung der Erweiterungsfläche befasst. Nach reichlichen Recherchen und Erwägungen resultieren daraus die nun folgenden Einzelanträge:

 

  1. Begrünung der Bodenfläche

Bisher bestand im Arbeitskreis Friedhof weitestgehend Konsens darüber die Bodenfläche der Friedhofserweiterung in natürlichem Zustand zu belassen, d.h. diese nicht zu bepflanzen um einen waldähnlichen Charakter zu erzeugen. Nach weiteren Überlegungen kam die SPD-Fraktion zu der Auffassung, dass dies nicht die geeignetste Lösung ist, da es bei schlechtem Wetter bei dieser Art des Bodens zu rutschigem und matschigem Untergrund kommt. Dies führt zu einer Mobilitätseinschränkung und Textilverschmutzungen der Friedhofsbesucher. Daher stellt die SPD-Fraktion den Antrag die Erweiterungsfläche mit einem pflegeleichten, langsam wachsenden Rasen (ähnlich der Begrünung der freistehenden Grabflächen) zu gestalten (Beispiele siehe Bilder im Anhang).

 

  1. Erdröhrensystem zur Urnenbestattung

Im Friedhofsausschuss wurde das Thema Urnenbestattung unter den Bäumen bereits durch ein Erdröhrensystem angedacht. Auch mit diesem Thema hat sich die SPD-Fraktion intensiver beschäftigt. Nach Rücksprache mit der Fachfirma Beisetzungskonzepte Ritzenthaler (Hartheim am Rhein) ergab sich die Erkenntnis, dass die Anwendung der Urnenerdröhren sich einfacher gestaltet als gedacht. Die Urnenerdröhren müssen nicht im Vorfeld gesetzt werden, sondern können bei Bedarf mit einem handelsüblichen Bohrgerät durch den Bestatter in den Boden getrieben werden. Da das Erdröhrensystem aus hochwertigem Edelstahl besteht und in verschiedenen Größen erhältlich ist, kann nach einmaligem Arbeitsaufwand die Röhre in mehrmaligen Belegungszyklen benutzt werden. Die Urnenerdröhren müssen nicht in größeren Mengen im Voraus angeschafft und gesetzt werden. Auch bei der Anordnung und der Abdeckung bietet dieses System mehrere interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dennoch sollte den Betroffenen die Entscheidung obliegen, auch eine Bestattung ohne Erdröhrensystem zu wählen. Daher beantragt die SPD-Fraktion für die Urnenbestattungen auf der Friedhofserweiterungsfläche ein Urnenerdröhrensystem auf Wunsch zu ermöglichen.

 

  1. Fußweg

Um die Mobilität innerhalb der Erweiterungsfläche zu verbessern und um „Trampelpfade“ zu vermeiden, auch im Hinblick auf mobilitätseingeschränkte Bürger, ist die SPD-Fraktion zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoll ist, einen befestigten Fußweg anzulegen (Beispiel siehe Anhang). Aus diesem Grund beantragt die SPD-Fraktion einen Fußweg in die Überlegung der Gestaltung miteinzuplanen.

 

  1. Einfriedung der Erweiterungsfläche

Die bestehende Friedhofsfläche ist mit rotem Buntsandstein ummauert. Diese Mauer steht seit vielen Jahrzehnten und prägt seither das Ortsbild der Gemeinde. Daher kam die SPD-Fraktion zu dem Gedanken, dass die Friedhofserweiterungsfläche, welche voraussichtlich ebenfalls über lange Zeit Bestand haben wird, optisch an die bestehende Mauer anzupassen. In diesem Zusammenhang hat sich die SPD-Fraktion bei Fachfirmen informiert. Daher ist die SPD-Fraktion der Meinung, dass die Einfriedung ebenso durch roten Sandstein vollzogen werden sollte. Uns ist klar, dass eine solche Mauer nicht unbedingt die kostengünstigste Variante ist, jedoch hat sich die SPD-Fraktion auch hier Gedanken darüber gemacht, wie Kosten eingespart werden können. Um Arbeitskosten für das Setzen der Mauer einzusparen, sieht die SPD-Fraktion eine Möglichkeit in einer Trockenmauer aus behauenem Sandstein in Eigenregie zu setzen. Dies könnte durch handwerklich begabte Ratsmitglieder sowie Mitbürger geschehen. Auch hierzu hat sich die SPD-Fraktion durch die Fachfirma SBN GbR Lingenfeld beraten lassen, welche darin keine Probleme sieht. Die SPD-Fraktion beantragt deshalb, dass die Verwaltung die Kosten und Möglichkeiten dieser Einfriedung ermittelt.

Des Weiteren möchte die SPD-Fraktion darauf hinweisen, dass die SPD-Anträge vom 21.09.2016, welche in der Ratssitzung vom 07.12.2016 wieder in den Friedhofsausschuss verwiesen wurden, auf die Tagesordnung der nächsten Friedhofsausschusssitzung aufnimmt.

 

Mit freundlichem Gruß,

Im Namen der Fraktion

 

Bianca Staßen                                                                      Yannick De Santis

 

Otterstadt, den 10.02.2017

 

Den Anhang sowie den kompletten Antrag als pdf finden sie hier